Masken - Australien 1

05.02.1925

Niemand von uns gibt es gern zu. Niemand sagt es offen. Aber niemand hat Lust, sich nach Kadath zu begeben, wo offenbar Nyarlathotep auf uns warten würde. Vermutlich will das auch Glen nicht, der sich aber ob seines Eids als Arzt gezwungen fühlt, absolut alles für Marianne zu versuchen, selbst eine solche Selbstmordmission.

In dieser Nacht träumt Golz sich nach Hause. In ein ihm vertrautes Wohnzimmer, in seinen Lieblingssessel, mit Leder bezogen, während neben ihm im Kamin ein Feuer gemütlich knistert. An den Wänden hängen Fotos seiner Familie. Plötzlich öffnet sich die Tür, ein junges Mädchen stürmt herein (vermutlich seine Tochter). Im Türrahmen erscheint Marianne (die hier seine Frau darstellt). Hinter ihr fällt ein Schatten durch die Tür, in dem ein Mann im weißen Anzug steht. "Bring Marianne zu mir nach Kadath, dann nehme ich alle Last von dir."
Schweißgebadet wacht Golz auf.

06.02.1925

Cecil, der sein schlechtes Gewissen mit flaschenweise Whiskey betäubt hat, wird schon um 8 Uhr vom nervigen Peter Fowler geweckt. "Northlake! Revance um 9 Uhr auf dem Vorderdeck!", ruft er, während er an die Tür klopft. Cecil dreht sich wieder um, ohne wirklich aufgewacht zu sein.
Enttäuscht von unserer Weigerung nach Kadath zu gehen, verlässt Glen die Gruppe. Dabei darf man ihm zugute halten, dass er uns nach den letzten Ereignissen eigentlich erst seit wenigen Tagen kennt, seine Amnesie verdeckt auch alle Erinnerungen an die Geschehnisse in New York.
Janet, Golz und Paulette Moreau schauen nach Marianne, die sich über Nacht noch mehr Richtung Fischmensch verändert hat. Glitschige Schicht auf der Haut, tiefliegende Glubschaugen, Schwimmhäute zwischen den Fingern - selbst die Beine wachsen langsam zu einem Meerjungfrauenschwanz zusammen. Also sie sich so im Spiegel sieht, bekommt sie verständlicherweise einen mittelschweren Nervenzusammenbruch. Während die anderen sie mit Hilfe von Chloroform ein wenig beruhigen, holt Paulette wenig sanft Cecil endgültig aus den Federn. Gemeinsam besprechen wir unsere Möglichkeiten und Gedanken in Mariannes Kabine. Es gibt erkennbar keinen guten, richtigen Weg aus der Situation. Plötzlich löst Golz alles, indem er Marianne eine deutliche Überdosis Choloroform ins Gesicht drückt. Cecil verlässt fluchtartig den Raum, als klar wird, worauf alles hinausläuft. Kurz darauf folgt ihm Golz und übergibt sich über die Reling. Just als Cecil wortlos Golz ein Taschentuch reicht und ihn sanft stützt, kommt Peter Fowler um die Ecke, quasselt sofort aufdringlich was von "Shufflepuck". Cecil versucht ihn loszuwerden, Peter Fowler erkennt die Sachlage aber so gar nicht, und quatscht munter weiter vor sich hin. Kurzerhand streckt ihn Cecil mit einem Kinnhaken nieder, was Peter Fowler zu einem erbosten Rückzug veranlasst. Golz und Cecil begeben sich an die Bar, wo sie wieder zu viel trinken.
Später wird Cecil dort von zwei Männern der Schiffsbesatzung abgeholt und zum Käptn geführt. Peter Fowler hat sich offenbar mächtig dort beschwert. Cecil gibt alles zu, schiebt es aber auf den übermäßigen Genuss von Alkohol (und Fowlers schwer erträgliche Art). Mit einer Verwarnung wird er wieder entlassen.

Der fischige Artefakt, den Marianne mit aufs Schiff gebracht hat, liegt in Cecils Kabine. Nach dem Vorfall mit Peter Fowler bringen wir ihn sicherheitshalber zu Janet. Nicht, dass er noch bei einer Durchsuchung gefunden würde.

Wir können uns nicht so recht einigen, was wir mit Mariannes Leichnam tun sollen, und tun folgerichtig nichts.

In der Nacht ertönen wieder laute Schläge gegen die Schiffswand. Fischmenschen entern das Schiff, offensichtlich auf der Suche nach dem Artefakt. Janet und Cecil bewachen zusammen die kleine Statue. Zur Überraschung der beiden, taucht plötzlich eine fast komplett zum Fischmensch mutierte Marianne im Gang vor der Kabine auf. Cecil, der mit Flinte im Anschlag in der Tür wache hält, gewinnt schnell genug seine Fassung wieder und feuert die Elefantenbüchse ab. Volltreffer, Plattschuss.
Golz stößt dazu. Er lädt seine Luger mit den Spezialpatronen, die ihm Otto in New York gegeben hatte, und schießt damit der Statue in den Kopf. Sie zersplittert in Tausend Stücke, Golz bekommt von den Schrappellen einige ab.
Es ertönt ein Schrei aus vielen, fischigen Kehlen - die Fischmenschen ziehen sich zurück. Dann herrscht Ruhe. Während wir durch das Schiff streifen, um uns zu sammeln und nach dem Rechten zu sehen, erleben wir noch, wie Peter Fowler von einem Fischmenschen über Bord gezogen wird. Leider kommen wir zu spät um ihm zu helfen. Leider.

Janet hilft dem Schiffsarzt, wo sie auf Glenn trifft. Er fragt nach, welche Entscheidung wir jetzt letztlich getroffen haben. Sie antwortet: "Verschwende keine Gedanken mehr daran." Das stellt ihn erkennbar nicht zufrieden.

07.02.1925

Endlich in Honolulu angekommen, verbringen wir einen erstaunlich ruhigen und erholsamen Tag dort. Golz ritzt "Emma" in einen größeren Stein, den er als Grabstein am Strand aufstellt.

28.02.1925

Wir sind am Ziel unserer Reise, endlich liegt Sydney vor uns. Auch wenn wir von der SS Ventura aus erstmal nicht viel davon sehen, liegt doch dichter Neben über der Stadt.
Alle Passagiere werden penibel kontrolliert. Cecils Elefantenbüchse und Säbel werden vorübergehend konfisziert. Offenbar sind die Anträge auf eine Waffenerlaubnis (noch?) nicht angekommen. Golz geht es mit seiner Luger ebenso. Auch der Rest unseres Gepäcks wird gefilzt. Zu unserer immensen Erleichterung erregen unsere teilweise seltsamen "Mitbringsel" keine große Aufmerksamkeit. Aber für künftige Fahrten brauchen wir wirklich eine bessere Lösung als das "Prinzip Hoffnung".

Cowles Haus liegt im Stadteil Camper Down, wo sich auch die Universität findet. Wir nehmen uns ein Taxi. Der Fahrer Wilson erzählt davon, dass in Sydney in letzter Zeit öfter Leute verschwinden würden, darunter sogar ein Arzt. Tatsächlich wirkt die Stadt auf uns angespannt, als läge ein Schatten darüber.
Am Haus von Cowles wartet David Dodge bereits auf uns.

Nachdem wir uns frisch gemacht haben, essen wir mit David zu Abend (er hat gekocht, und ist insgesamt permanent bemüht, Janet wieder zurückzugewinnen - irgendwo zwischen "ganz süß" und "n bisschen pathetisch").
Dodge war mit MacWhirr befreundet. Der ist vor Jahren an einer "Grippe" gestorben, lebte gegen Ende zurückgezogen und schien wirr (Harhar). Wir schauen uns dann das Tagebuch an, auf dessen Einband die Jahreszahl "1921" eingeprägt ist. #unklar (fehlt hier noch n Handout?). Im Tagebuch wird eine Forschungsreise im März 1921 beschrieben, es finden sich Koordinaten, Hinweise auf eine alte Stadt, Fotos. Eine Seite ist herausgerissen. Dodge meint, wegen der Seite sollten wir Robert McKenzie befragen, wo MacWhirr zum Schloss wohnte. Der Weg zu den im Tagebuch notierten Koordinaten führt ohnehin durch Port Hedland, wo McKenzie wohnt.

Immerhin gelingt es Dodge, uns am nächsten Tag unsere Waffen wieder zu besorgen. Der Mann taugt doch was.

13.03.1925

Wir kommen in Port Hedland an und begeben uns zum Haus von Robert McKenzie. MacWhirr soll um die 50 Jahre alt gewesen sein, als er starb. Nach seiner ersten Expedition fuhr MacWhirr laut McKenzie nochmal alleine zu den im Tagebuch notierten Koordinaten. Als er im folgenden Juni zurückkehrte, war er ein veränderter Mann.
Offenbar hat MacWhirr dort eine Ausgrabungsmannschaft vorgefunden, von denen niemand weiß, woher sie kamen oder für wen sie arbeiteten. An der Stelle der Koordinaten fand sich kein Land mehr, nur noch ein tiefer Schlund, vermutlich ausgehoben durch die Ausgrabungsmannschaft.

MacWhirr schrieb die Penhew Foundation an, um eine weitere Expedition dorthin zu finanzieren, wurde dort aber abgeschmettert (siehe Handout Penhew Foundation Brief an Arthur MacWhirr).

Die Seite aus seinem Tagebuch hatte MacWhirr selbst bei sich, auf seinem Sterbebett hat er sie dann an McKenzie übergeben. #unklar (Handout kommt noch von Sven) Auf dieser Seite beschreibt Arthur wie beobachtet, dass ein Arbeiter der Ausgrabungsmannschaft von Tentakeln angegriffen wurde. Er hörte ein seltsames Pfeifen, dann wird der Mann in ein flimmerndes Etwas hineingezogen und verschwindet. Dieses Pfeifen verfolgte MacWhirr bis zu seinem Lebensende in seinen Träumen.

Robert erzählt noch, dass im Jahr 1922 ein Herr namens "Houston" bei ihm auftauchte und nach Unterlagen von MacWhirr fragte, auch und speziell über Bergbau. Zudem gibt uns McKenzie mit, dass uns in Cunendgerie #unklar (Schreibeweise?!?!) ein gewisser Burt Leicester Leute und Ausrüstung besorgen kann.

14.03.1925

Wir verlassen Port Hedland mit einer Schmalspurbahn. Laut Fahrplan sollen wir mitten in der Nacht in Cunendgerie ankommen, der einzige Zwischenstop ist ein Kaff namens Marble Bar. Während der Fahrt kommen wir mit eingeborenen Kindern ins Gespräch. Die weisen uns auf "Vögel" in der Ferne hin, die laut einem alten Aborigine böse seien. Die ganze Gegend sein "bad land". Die Regenbogenschlange sei gut, ein Gott, aber selten. Golz schaut durch sein Fernrohr nach den fliegenden Tieren, die sich als eine absurde Mischung aus Kröte und Vogel erwiesen und dabei nicht mal einen Kopf besitzen.

In der Nacht kommen wir tatsächlich in Cunendgerie an. Burt Leicester hat uns schon einen LKW mit Proviant und Ausrüstung bereitgestellt - Personal, dass wahnsinnig genug wäre, mit uns in dieses "bad land" zu fahren, findet sich allerdings nicht. Wir essen und trinken noch was im kleinen örtlichen Pub, bevor wir uns kurz schlafen legen.

15.03.1925

Wir erfahren von einem Minenarbeiter, dass es 1921/22 wohl ein Grubenunglück gegeben haben soll, bei dem 25 Leute ums Leben gekommen seien. Die Betreiberfirma soll Politiker bestochen haben. Ein Überlebender sei Derby Dave, der mal bei Mortimer Wycroft im Laden gearbeite hat.
Wir machen sich auf den Weg zu Wycrofts Laden. Dort fallen ihnen Kisten neben dem Gebäude auf, auf denen Cecil der Name der Penhew Foundation zu sehen ist. Paulette und Cecil wollen sich das unauffällig näher anschauen, während Janet und Golz direkt in den Laden gehen. Wycroft erweist sich als Unsympat und will nichts über Derby Dave wissen. Janet und Johann kaufen Campingausrüstung, Lampen und ähnliches.

Die Kisten draußen erweisen sich als schwer und fest vernagelt. Cecil fälscht eine Bestellbestätigung (für irgendwas müssen seine bescheidenen künstlerischen Fähigkeiten schließlich sein). Als er damit bei Wycroft aufschlägt, erwiedert dieser nur trocken "Aha", und holt seine Schrotflinte unterm Ladentisch hervor. DAS hätte besser laufen können.