Masken - Australien 4

17.03.1925

Insgesamt gings uns schon mal besser. Janet ist nach dem Schuss schwer verwundet und offenbar hat sich David einen Treffer mit einer dieser Fledermauskeulen eingefangen, von denen wir wegen Cowles annehmen, dass sie mit Fledermausdung vergiftet sind. Unsere Bemühungen, die beiden medizinisch erstzuversorgen zeitigen nur bedingt Erfolg (was wäre das alles einfacher, wenn McTavish noch bei uns wäre ... ).

Fürs Erste lassen wir die beiden Turteltäubchen in den Betten eines Schlafraums zurück und schauen uns in den weiteren Ausgängen aus dieser Höhle um. Goltz öffnet die andere schwere Tür und entdeckt dahinter offenbar die Latrine - in gottserbärmlichem Zustand, der einen fast erbrechen lässt.
Hinter einer anderen Tür finden wir ein Lager, darin Konserven, lange haltbare Lebensmittel, Wasser. Dazu auch Erste-Hilfe-Kästen. DAS ist mal eine angenehme Überraschung.
Paulette und Goltz durchsuchen auch die Schlafzimmer, während Cecil in der großen Halle Wache schiebt. Sie finden dabei eine Nachricht, in der Dr. Huston seine "Lichtwärter" gehörig zusammenfaltet, weil sie immer noch Jeremy (den Dingo-Man) nicht gefangen haben.
Wir wecken den betäubten Kultisten auf, die Garotte sicherheitshalber schon um seinen Hals. Wenig überraschend ist der Typ aber schon so komplett und durchweg kopfgewaschen, dass sich aus ihm nichts auch nur halbwegs nutzbares herausholen lässt. Als etwas verzweifelte letzte Idee sperren ihn Goltz und Paulette in die Latrine, vielleicht wird er dort ja weich.
Plötzlich kommen aus einem der Gänge Lichter und Schritte. Goltz und Paulette positionieren sich schnell neben dem Durchgang, während sich Cecil mit seiner #Elefantenbüchse üchse im Anschlag in einiger Entfernung lang auf den Boden legt. Zwei Kultisten kommen zu den Schlafräumen, um die ausgebliebene Wachablösung aufzuwecken, werden aber sofort von uns erledigt (wobei Goltz die frisch erworbene Tommy Gun zum ersten Mal einsetzt und damit nur ganz viele dekorative Löcher in die Wände stanzt). Wir ziehen die Leichen in die Latrine, nur um festzustellen, dass sich der Kultist dort drin zwischenzeitlich selbst die Zunge abgebissen hat und verblutet ist. Völlig irre Bande.

Wir sammeln Janet und David ein und erforschen den Gang, aus dem die Kultisten kamen, der leicht bergauf führt und angenehm beleuchtet ist. Offenbar geht es auch hier wieder Richtung Haupteingang, also halten wir an und beraten uns. David zeigt dabei erste Anzeichen von Halluzinationen, meint, die Wände hätten Ohren. Letztlich kehren wir um, wobei sich der Weg zurück zur Halle mit den Schlafräumen dabei über Stunden zu ziehen scheint, deutlich länger dauert als auf dem Hinweg. Wir durchqueren die Halle und den dahinter liegenden Raum mit dem blauen Licht, nehmen danach die noch unbekannte Abzweigung.
Auch dieser Gang ist beleuchtet, wir kommen an einem weiteren Generator vorbei, den wir ebenfalls nachtanken - wäre ja doof für uns, wenn hier irgendwann das Licht ausginge. Bald führt der Gang in einen Torbogen, durch den purpurnes LIcht fällt.

Dahinter geht es in eine absurd riesige Halle, eine perfekt halbrunde Kugel von 500m Durchmesser. In deren Mitte befindet sich eine 100m durchmessende und durchscheinende Halbkugel aus purpurnem Licht, die lebendig wirkt, fast fühlt es sich an, als atme das Licht. Daneben steht ein großer Steinklotz, hinter dem sich eine 8m hohe Statue aus Wüstenholz erhebt. Links und rechts davon stehen weitere, kleinere Statuen (2m hoch), auf jeder Seite vier Stück. Sie wirken eher, als hätte sie jemand verteilt, und weniger wie Wächter. Die Formen der Statuen sind unterschiedlich, nicht unbedingt menschlich. Alle Statuen haben bernsteinartige Harzknubbel in sich, die fast wie Augen wirken.
In der Halle riecht es wieder stark nach Ammoniak. Am gegenüberliegenden Ende der Halle gibt es noch einen Ausgang.

Wir hören ein Klagen, Kratzen, dann Schritte, von mehreren Wesen. Zwei Kreaturen, 3m groß, mit Fledermausflügeln, ohne richtigen Kopf, tauchen hinter der Lichtkugel auf, dazu eine weitere auf der rechten Seite. Exakt so ein Wesen hat Cecil während seiner Nachtwache getroffen. Damals wirkte es bedrohlich, aber nicht zwingend aggressiv. Die Wesen scheinen uns bemerkt zu haben.
David schwitzt stark, flüstert Janet zu, dass hier etwas versteckt wäre, dass sie fürchten. Es wird leider nicht wirklich klar, wer hier was fürchten soll.
Cecil tritt mutig in die Halle und zeigt sich den Fledermauswesen. Vielleicht wird die Begegnung ja wieder eher positiv verlaufen. Die Wesen scheinen ihn näher zu winken, also geht er auf sie zu. Goltz folgt ihm. Die Wesen machen mit ihren Flügeln einladende, auffordernde Gesten in Richtung der größten Statue. Während Cecil sich dieser vorsichtig nähert, wirft Goltz einen Knochen (der Steinblock stellt sich als Art Opferaltar heraus) in Richtung der Lichtkugel, der einfach durch das Licht dringt. Wohl wirklich nur eine Halbkugel aus Licht.
Cecil berührt die große Statue, die Fledermauswesen nehmen eine frohlockende Haltung ein. Kalt durchzuckt es Cecil, dem ein Teil seiner inneren Energie (Magiepunkte) entzogen wird. Goltz entdeckt, dass alle Statuen mit Kabeln verbunden sind, die weiter hinten in die Wand führen. Janet kommt zu den Statuen. David will weg, hin zu einem "Pfeifen, wie der Wind". Paulette tut ihr Bestes, ihn festzuhalten. Cecil berührt die Lichtkugel, es passiert nichts. Also tritt er hinein, nimmt die selbe frohlockende Haltung ein, wie die Fledermauswesen, Hände gen Himmel. Goltz und Janet eilen zurück zum Gang, um Paulette mit dem wirren David zu helfen, was die Fledermauswesen gar nicht gut finden. Zwei von ihnen fliegen hinter den beiden her. Goltz hält an, dreht sich um, zeigt an, dass er zur Statue zurück gehen will. Eines der Wesen bewacht ihn, während er läuft. Bei Janet passiert das gleiche.

Die Eskalation ist absehbar, wirkt unvermeidbar. Cecil will auf das Bernsteinknubbelauge der größten Statue schießen, seine #Elefantenbüchse verweigert aber die Zusammenarbeit, erleidet eine Fehlfunktion. Goltz dagegen schießt erfolgreich auf das Fledermauswesen vor ihm, was aber nicht so richtig viel Effekt zu haben scheint. Zwei der Fledermauswesen verfolgen Janet und Goltz. Goltz berührt dann auch die größte Statue, wieder bleiben die Wesen stehen und frohlocken, während Goltz Energie entzogen wird. Cecil nutzt die Gelegenheit, um einen Molotov-Cocktail an die Statue zu werfen, nachdem sich Goltz dort verzogen hat. Die Statue brennt, aber zu kurz, nicht wirklich effektiv.
Jetzt greifen uns die Fledermauswesen auch in der purpurnen Lichtkuppel an, die anscheinend wirklich überhaupt keinen Effekt hat, außer für Beleuchtung zu sorgen. Eines der Fledermauswesen greift sich Paulette, die zwischendurch zu uns gestoßen war und David seinem Schicksal überlassen hat. Das Wesen fliegt mit Paulette zur großen Statue, drückt sie dagegen. Auch Paulette wird Energie entzogen, was die Wesen wieder erkennbar in Verzückung versetzt.
Allerdings hatte Golz kurze Zeit vorher eine Stange Dynamit dorthin geworfen, was in dem Chaos niemand so richtig mitbekommen hat. Und just in diesem Moment explodiert das Ding dann auch, reißt die Statue in Stücke, zerfetzt Paulette und lässt die Fledermaus schwerst verletzt zurück.
Uns bleibt aber keine Zeit, den Verlust der jungen Dame aus Haiti zu betrauern. Cecil nimmt sich an dem Erfolg der ersten Stange ein Vorbild und wirft ebenfalls Dynamit nach den Wesen, mit dem Ergebnis, dass eine Fledermaus endlich das zeitige segnet - sie können also getötet werden, gut zu wissen. Dann flüchtet Cecil in Richtung des bisher noch unerforschten Ausgangs, wird von einem der Wesen verfolgt.. Goltz und Janet erledigen zusammen die zweite Fledermaus. Cecil, dem klar wird, dass er seinem Verfolger nicht entkommen kann, dreht um - er ist zu langsam, und der Gang vor ihm groß genug für die Wesen. Allerdings erwischt ihn das Fledermauswesen im Vorbeiflug. Es reißt ihn mit beiden Klauen vom Boden, fliegt in die Höhe und lässt Cecil aus 20 Metern los - reglos und mit unschön verdrehten Gliedern bleibt er am Boden liegen.
Goltz, verwendet zum ersten Mal einen der Zauber aus dem Buch Eibon, der die Gliedmaße einer Kreatur verdorren lässt. Gemeinsam besiegen Janet und er die Fledermauswesen.
Von Paulette ist nichts mehr rettbares übrig, aber wenigstens lebt Cecil noch. Mit mehr Glück als Verstand ist er zwar schwer verletzt, aber noch am Leben. Während wir Atem holen, kommen zwei Kultisten aus dem Gang, durch den wir selbst hier hinein gelaufen waren. Sie sind von dem Chaos und der Zerstörung in der Kammer völlig überrascht, entdecken uns erst nicht und untersuchen die Angelegenheit näher. Goltz erledigt beide Kultisten bevor sie viel anstellen können. Was gut ist, wäre ihm Cecil doch keinerlei Hilfe gewesen.
Einer der Kultisten trägt eines der Geräte mit sich, das wie eine Kamera aussieht.

Wir sind am Ende und lagern einfach in der Mitte des Raumes. Janet und Cecil, beide ja schwer verletzt, schlafen sofort ein und nutzen den Schlüssel, um sich in die Traumlande zu begeben. In Ulthar erklärt uns Xirr, dass unser Signal schwach sei (was auch immer das genau heißen soll), vielleicht weil wir in diesem absurd riesigen Komplex unter der Erde liegen. Außerdem hat unser Schlüssel durch diese Anwendung Risse bekommen - hoffentlich geht uns der nicht mal permanent kaputt, das wäre unschön. Letztlich können wir aber eine Nacht dort rasten, was in unserer Realität gerade mal wenige Minuten verstreichen lässt.

Wir laufen nach der Rast stundenlang durch den neuen, dunklen Gang, jetzt nur noch zu dritt. Irgendwann taucht endlich ein Licht vor uns auf, ein Durchgang zu einem großen (natürlich), freien Platz, auf dem mittig ein dreistöckiges Gebäude steht. Auf dessen Dach sehen wir einen erleuchteten Generator stehen. Vor dem Eingang des Gebäudes stehen zwei Kultisten Wache. Hinter einigen der Fenster des Hauses ist Licht zu sehen. Mindestens ein Gang führt noch weg von dem Platz, mehr können wir nicht erkennen.
Während wir uns am Tunneleingang beraten kommen Leute aus dem Haus. Einige Eingeborene, einige Weiße, alle wirken jedenfalls benebelt. Nicht so ferngesteuert, wie Mortimer und seine Töchter, aber auch nicht ganz sauber. Begleitet wird die Gruppe von weiteren Kultisten.

Wir warten zehn Minuten, in denen nichts weiter passiert. Dann schießen Goltz und Cecil gleichzeitig auf die beiden Wachen - Cecil trifft, Goltz verfehlt. Der Überlebende verschwindet schnell im Haus, kommt mit einer Stange Dynamit zurück, dann verschanzt er sich hinter einem Fass. Wir verteilen uns, können ihn aus verschiedenen Winkeln angreifen, bis Goltz ihn dann letztlich tödlich trifft.

Schnell laufen wir ins Haus, treffen im ersten Raum auf zwei weitere Arbeiter, die aber nur lethargisch herumliegen. Sie wirken wie ausgeschaltete Maschinen.
Wir folgen einer Rampe in das nächste Geschoss, wo Menschen in Käfigen gehalten werden. Schmerzenslaute, Stöhnen, Gestank, Krankheiten und Ungeziefer durchdringen den Raum. Unser Fokus liegt aber darauf, schnell zu Huston zu kommen, also eilen wir weiter die Rampe hoch.
Die Rampe führt in einen edel eingerichteten Raum. Ein Gramophon spielt in der Ecke Musik, Regale voller Bücher und Utensilien, ein schwerer Schreibtisch an dem ein alter, grauhaariger Mann in seinem Hausmantel sitzt. Weder Goltz noch Cecil zögern auch nur einen Moment, beide feuern sofort auf den Typ, den wir als Dr. Huston erkennen. Der Mann hat keine Chance.
Im Nebenraum stehen auf einem Tisch eine Schreibmaschine und eine weitere Alienkamera, dazu Papiere, ein Manuskript für ein Buch namens "Gods of Reality - by Robert Huston". Es führt eine Leiter aufs Dach, der Goltz und Cecil folgen, während Janet die Räume weiter durchsucht.
Kabel führen auf dem Dach vom Generator in die Wände des Platzes, es gibt auch mehrere Ausgänge. Was machen wir als nächstes? Was ist mit David?