Masken - Australien 5
Im Büro von Huston finden wir ein Gerät, dass wie Schalter wirkt. Die Höhle, in der das Haus steht, hat insgesamt sechs Ausgänge, wie Goltz und Cecil vom Dach aus sehen können. Im Haus findet Janet ein Marinechronometer. Außerdem entdeckt Janet Unterlagen von Huston, darunter ein Manuskript zu seinem Buch namens "Gods of Reality", sowie eine längere Notiz , in der Aubrey Penhew, al-Shakti und Gavigan auftauchen.
Zurück im unteren Teil des Hauses benutzt Cecil das Schalter-artige Ding, um die Gefangenen aus den Zellen zu lassen. Goltz sieht vom Dach aus Westen eine Art riesige Schnecke mit Tentakeln und Greifklauen auf das Haus zukommen. Es trägt eine der fremdartigen Kameras mit sich, seine Augen sitzen langen Fühlern - ist das Kakakatak?
Goltz spricht das Wesen an, worauf es eine Art Apparat zückt, mit dem es mit ihm per Telepathie kommunizieren kann. Cecil und Janet versperren sich dem zunächst. Tatsächlich stellt sich die Kreatur als Kakakatak vor und erklärt, dass es mit dem Tod von Huston frei kam. Gut, irgendwie wollten wir das Wesen ja ohnehin befreien, auch wenn das in letzter Zeit etwas an Priorität verloren hat.
Offenbar haben der Doktor und sein Kult die Bauten und Geräte der Yith für ihre Zwecke missbraucht. Laut Kakakatak sind die Yith nur friedfertige Forscher und Entdecker. Die pfeifenden Wesen sind Gegner der Yith, fliegende Kraken. Die Yith forschen wohl, indem sie andere Wesen für längere Zeit übernehmen, deren Geist in der Zeit in eine andere Kreatur verdrängt wird. Und das soll irgendwie für niemanden so recht nachteilig sein - wer's glaubt!!!
Immerhin zeigt uns Kakakatak dann auch, wie man diese Alienkamera als Waffe nutzt. Zudem gibt er Cecil ein Stirnband aus Metall, dass dem armen seine doch immensen Schmerzen nimmt. Nicht ohne das Gefühl, einer uns völlig überlegenen Wesenheit begegnet zu sein, trennen sich dann unsere Wege. Kakakatak will in den tieferen Regionen und der noch weiter unten gelegenen Stadt nach dem rechten schauen. Viel Erfolg.
Wir wenden uns nach Norden, wohin vorhin die Sklaven getrieben wurden. Dort sei laut Kakakatak eine Ausgrabung, die wir gerne stoppen wollen. Nach einer halben Stunde Marsch sehen wir weit vor uns die Arbeiter und ihre zwei Wachen. Dank Goltz Zielfernrohr und Cecils #Elefantenbüchse schalten wir die Wächter schnell aus. Die Sklaven zeigen keinerlei Reaktion, folgen uns dann aber auf den strammen Befehl des Armee-erfahrenen Goltz, wenn auch eher mechanisch. Wir machen uns auf den Weg zum von Kakakatak beschriebenen "Raum, in dem die Sklaven wieder normal gemacht werden können".
Wir gelangen in einen Raum mit Lichterketten, graublauen Wänden, die eher gegossen als gemauert erscheinen. Darin befinden sich Transportkisten, deren Beschilderung Stempel aus Großbritannien und Deutschland zeigen. Überall das Logo der Penhew Foundation. Natürlich schauen wir in die Kisten und finden darin neben Sicherungen, Transformatoren und Vakuumröhren auch Sachen, die ziemlich sicher nicht auf unserer Welt und von Menschen erdacht wurden.
Da Kakakatak meinte, der gesuchte Raum läge in der Nähe seines Gefängnisses folgen wir seiner Schleimspur tiefer in die Anlage. Im nächsten Raum haben wir das Gefühl, uns im Herz einer fremdartigen Maschine zu befinden. Monitore, unverständliche Anzeige überall, teils alles mit offenen Kabeln verbunden. In Mitten der Ansammlung eine lederbezogene Couch, auf der eine Art Kopfhörer liegt. Wir nehmen erstmal den Ausgang in den nächsten Raum, wo wir weitere technologische Artefakte sehen, Sensoren und einen Schrank, der an einen Sicherungskasten erinnert.
Cecil spürt dank des Stirnbands von Kakakatak keinerlei Schmerzen oder auch nur Unbehagen, und beginnt fröhlich (und völlig von elektrischem Wissen unbeleckt) den Schaltkasten zu inspizieren und testweise Schalter umzulegen. Währenddessen führt Goltz im Raum davor einen der Sklaven auf die Couch und setzt ihm das Headset auf. Dann schaltet er die Maschine ein. Der Mann zittert, zuckt, worauf Goltz lieber wieder abschaltet. Janet findet in einem Schrank Notizen. Darin wird zum Glück die Bedienung des Geräts beschrieben.
Ein neugierig von Cecil gedrückter Schalter aktiviert eine Art Kraftfeld im Durchgang zwischen den Räumen. Mit sich und der Welt zufrieden schaltet Cecil das Feld wieder ab.
Janet zieht einen zweiten Kopfhörer an, Goltz schiebt alle Regler an der Maschine auf eine neutrale Position und schaltet das Gerät an. Janet wird dadurch mit den Emotionen des Sklaven auf der Couch verbunden, Angst, Schmerz, diese werden dank der Reglerstellung und Janets mentaler Stärke neutralisiert, abgeschwächt. Der Vorgang dauert etwas, also schraubt Cecil in der Zwischenzeit eine Sicherung rein, man hört, wie sich irgendwo im Komplex etwas öffnet. Das findet Cecil gut und lässt die Sicherung drin.
Nach und nach lösen wir die Sklaven von ihrer Beherrschung. Wir führen sie zurück zum Haus, lassen sie dort zurück, während wir nach Süden gehen, um einen von Kakakatak beschriebenen Garten zu suchen. Klingt interessant, und Cecil ist noch in Entdeckerlaune. Allerdings versperrt uns Geröll und Schutt bald den Weg. Wir versuchen, darüber zu klettern, was aber insgesamt kläglich scheitert. Mit blutigen Knien und Händen versuchen wir es lieber auf eine andere Art: mit Gewalt. Janet jagt mit ihrer Alienkamera einen Blitz in den Geröllhaufen, was zwar nicht das Problem löst, aber cool rumst und immerhin ist die Kletterei danach einfacher. Cecil schafft es locker drüber und hilft den beiden anderen dann.
Dahinter teilt sich der Gang auf, wir nehmen zunächst die linke Abzweigung. Diese führt uns zu einem Raum, in dem aus Lichtsäulen grauschwarze Pflanzen herauswachsen. Die Schatten in dem Raum wirken übermäßig scharf, wie mit einem Messer geschnitten, grelles Weiß hinter nachttiefer Schwärze. Insgesamt etwas abgestoßen bleiben wir lieber draußen. So ganz klar ist ohnehin nicht, was wir in dem Garten zu finden hoffen (nicht mal für Cecil).
Also begehen wir den anderen Gang an der Abzweigung. Dieser führt zu einem riesigen Raum voller Pflanzen und Säulen, alles ist in einen gelben Nebel gehüllt. An der Decke wachsen Ranken, die sich beständig bewegen und immer wieder achteckige Rauten formen, denen unsere Blicke kaum folgen können (oder wollen).
Da alles hier noch unappatitlicher wirkt, als im anderen Teil des Gartens, geben wir das Projekt auf und kehren zum Haus zurück.
Wir machen uns mit befreiten Sklaven auf den Weg zum Haupteingang, als plötzlich David aus dem Dunkel auf uns zu kommt. Er bleibt in der Entfernung stehen, gerade so sichtbar, winkt Janet zu und verschwindet dann, eine unheimliche Melodie pfeiffend. Janet ist davon erkennbar ergriffen, beißt sich aber durch.
22.03.1925
(5 Tage?!?! Erstaunlich, wie die Zeit vergeht, wenn man Spaß hat, und Stunden über Stunden in Wahnsinn erzeugend riesigen Tunneln und Kavernen rumtappt.)
Wir verlassen mit den Befreiten in den beiden LKWs die Ausgrabung, fahren zurück nach Cuncudgerie. Einige der Leute treffen dort auf Familie, Freunde. Den Rest lassen wir zurück. Sie müssen sich jetzt wieder selbst helfen.
In Port Hedland übernachten wir bei McKenzie, den die Nachricht von Davids Tod schwer trifft. In Professor Cowles Haus planen wir unsere Reise nach Kairo. Dorthin führen einfach zu viele Spuren und Indizien, um das zu Ignorieren. Wir sind (nachdem wir die eine oder andere Nacht geschlafen haben) fest entschlossen, der Penhew Foundation und ihren über die halbe Welt verstreuten Machenschaften ein Ende zu setzen, bevor NOCH mehr Unschuldige dabei zu Schaden kommen.
26.03.1925
Wir verschießen noch von zwei der drei mitgenommenen Alienkameras die Munition / Energie, versenken sie von einem kleinen Fischkutter aus im Meer vor Sydney. Sicher ist sicher.
Leider sind diese kultigen Sackgesichter der Penhew Foundation wohl mittlerweile auf den Trichter gekommen, wer wir sind und wie sehr wir ihnen auf den Wecker gehen. Auf der Bank in Sydney wird uns mitgeteilt, dass aufgrund eines gegen uns angestrengten Gerichtsverfahrens alle Konten gesperrt sind. Immerhin kann uns Claus Ludwig auf die Schnelle aus der Patsche helfen und über Ann-Marie Kleiber die notwendigen Tickets schicken. Zudem lässt er in Kairo ein Hotel buchen und deponiert dort etwas Geld für uns. Der gute Claus, ein so gutes Herz. Dennoch sieht sich Cecil genötigt, seinen Vater um anwaltliche Unterstützung zu bitten. Dank der Klage wird er davon ohnehin erfahren (oder schon erfahren haben), und sein Einfluss kann uns hier eine Menge an Ungemach ersparen. Steht zu hoffen, dass Northlake Senior dies nicht zum Anlass nimmt, den Sohnemann man an die kürzere Leine zu nehmen.
27.03.1925
Sorgen für Morgen, denkt sich Cecil und betritt die SS Orontes von Sydney über Adelaid nach Port Said. Anschließend soll es mit dem Zug nach Kairo gehen, was insgesamt 28 bis 40 Tage dauern wird.
An Bord werden wir unter anderem von Sanele begrüßt, der zusammen mit Michael und Dan für unser Wohl sorgen soll. Er serviert Cecil auf dessen Wunsch hin einen Tee, der so unfassbar gut schmeckt, dass der sich sofort an das Essen und Trinken in den Traumlande erinnert fühlt. Cecil will sich zu Sanele durchfragen, allerdings scheint niemand auf dem Schiff den Namen je gehört zu haben, auch die Besatzung nicht. Als ob er nicht existiere.
Allerdings sehen wir ihn alle über die nächsten Tage und Abende immer mal wie er Gäste bedient, aber immer nur aus der Ferne, und bis wir dann dort angekommen sind, ist er schon wieder weg.
In der Nacht versucht Cecil ohne Hilfe des Amuletts in die Traumlande zu kommen, schafft es so aber nicht durch das Tor.
Einige Tage später beim Shufflepuck (das Cecil auf dieser Reise meidet, aber man kommt dort eben immer mal vorbei):
Ein Spieler lässt plötzlich seinen Schieber fallen, flüstert wie geistesabwesend "Er ist viele. Er ist viele ..." und springt vom Schiff. Trotz Rettungseinsatz bleibt sein Körper von der See verschluckt.
An einem späteren Abend gibt es unter Schirmherrschaft des Kapitäns einen Tanzabend. Goltz bleibt wie eigentlich die meiste Zeit in seiner Kabine - er studiert okkulte Bücher. Mitten in einem Tanz bricht alles ab - das Schiff hält schlagartig an, der Motor ist aus, die Musik stoppt. Ein Matrose kommt eilig zum Kapität gerannt: "Im Maschinenraum .... da ist etwas passiert ...".
Cecil und Janet, die beim der Veranstaltung das Tanzbein schwangen, folgen den Kapitän zum Maschinenraum, wo sie einen Matrosen zuckend und krampfend auf dem Boden finden. "Er ist viele!", stößt er immer wieder hervor. Auf Anweisung des Kapitäns tragen ihn andere Matrosen zum Schiffsarzt. Janet entdeckt einen rußig-öligen Handabdruck an der Wand, dessen Finger aber unnatürlich lang gewesen zu sein scheinen, fast wie Klauen. Plötzlich gibt es einen Schlag und das Ruck, das Schiff fährt wieder an.
Am nächsten Tag sehen wir wieder Sanele, wie er in der Entfernung eine Frau bedient. Als wir die Frau darauf ansprechen, meint sie, dass sie von einem Mann namens Blake bedient worden sei, der auch völlig anders aussieht.
Es beginnt die letzte Nacht vor der Ankunft in Port Said, wir durchfahren den Golf von Suez. Es ist brutal heiß, wir können nicht wirklich schlafen. Nach und nach sammeln wir uns auf der Suche nach Abkühlung und Entspannung an der Reeling, als Sanele zu uns tritt. "Schöne Nacht, oder?" lässt er wissen. Sein Schatten wirkt seltsam, zu lang. (Wer denkt noch an die Klauenhand im Maschinenraum?)
Sein Gesicht verzerrt sich, sein Mund öffnet sich viel zu weit, seine Augen scheinen aus einer Unzahl an Pupillen zu bestehen. "Ich bin viele." Dann löst er sich auf, wie ein Gedanke. "Wir sehen uns", hören wir noch, dann ist er verschwunden.
24.04.1925
Am nächsten Morgen, Port Said ist verflixt laut, heiß und aromatisch (nicht immer im positiven Sinn). Ein Gemisch von Sprachen schlägt uns entgegen. Am Hafen verlassen wir das Schiff, als ein alter Mann mit einem Eselskarren auf uns zu kommt. "Kairo! Kairo! Zum Zug nach Kairo!" ruft er uns entgegen.