Masken - Kairo 1
24.04.1925
Die Zufahrt nach Kairo ist dank Hitze, Enge, Menschenmenge nicht eben ein Genuß. Dennoch kommen wir runde zwei Stunden später im Bahnhof von Kairo an, wo uns eine Dame mit einem Schild "Cecil Northlake" abholt. Sie stellt sich als Fatima Naguib #unklar vor und wird während unserer Zeit hier unsere Kontaktperson in der Stadt sein. Der gute Claus hat wieder an alles gedacht, auch an die versprochene Reservierung von Zimmern für 4 Wochen in einem der besten Hotels der Stadt, dem Shepheard's Hotel. Von Fatima erhält Cecil auch ein Telegramm von seinem Vater, was ihn nicht eben in Hochstimmung versetzt.
Auf dem Weg zum Hotel erzählt uns Fatima einiges über Kairo und Ägypten. Wir erfahren, dass es eine recht deutliche Trennung zwischen dem neuen, unter den Briten erbauten und dem alten Teil der Stadt gibt. In die Altstadt geht man besser nicht allzu deutlich als Tourist erkennbar, schon gar nicht als Brite (wegen der jüngst erkämpften Unabhängigkeit Ägyptens von Großbritanien). Fatima selbst wohnt im alten Teil der Stadt.
Im Hotel angekommen erhalten wir die Schlüssel zu den beiden für uns gebuchten Doppelzimmern im dritten Stock, 312 und 313. Als Willkommensgeschenk überreicht Fatima Cecil eine Postkarte. Da der nicht sofort überblickt, dass mit dem exakt identischen Motiv noch dutzende Exemplare im Ständer an der Rezeption stehen, wird er erstmal hochgradig paranoid und untersucht das Bild auf der Vorderseite penibel auf cthuloide Erscheinungen. Zum Glück ohne Ergebnis.
Auf den Zimmern angekommen (Cecil und Goltz teilen sich eins, Janet übernimmt das andere Doppelzimmer), wird uns schon vom Zimmerservice Wasser geliefert - sehr aufmerksam. Beide Zimmer haben einen kleinen Balkon, der zur Straße hin zeigt. Auf einem Tisch liegen aktuelle Tageszeitungen in Englisch und Arabisch.
Aktuelle Spuren, denen wir folgen könnten:
- Warren Besart und sein Brief an Roger Vane Worthington Carlyle in dem er Faraz Najjar erwähnt.
- Wir wissen, dass Roger Vane Worthington Carlyle in Kairo eine Ausgrabungen geführt hat, die im Niltal stattfand. Die Reise nach Nairo wird im Zeitungsausschnitt Hoher Besuch als "Urlaub" erklärt. Die eigentliche Action sollte also hier in Kairo stattgefunden haben.
In einem Stapel etwas älterer Tageszeitungen findet Janet (auf Cecils Idee hin) einen Artikel zur Penhew Foundation. Die finanziert aktuell wieder eine Ausgrabung in Gizeh, die Clive-Expedition.
WIr gehen noch ein wenig durch die Stadt flanieren, nur im neuen Teil, versteht sichm und setzen uns dann in die Hotelbar. Cecil trifft dort auf Eloisé Charpentiér, eine politische Korrespondentin für die Egyptian Gazette. Die beiden sind sich halbwegs sympatisch, mehr nicht.
25.04.1925
Am nächsten Morgen taucht dann Reginald F. auf, ein junger Mann, der von seinem Vater hergeschickt wurde. Offenbar sind die Fenwicks mit den Northlakes befreundet. Cecil vermutet stark, dass ihm die Aufgabe des Babysittings hier übertragen wurde, weil Northlake Senior langsam keinen Bock mehr hat, das Leben seines Sohnes ohne Gegenleistung zu finanzieren. Mies.
Reginald hat als Erklärung für seine Reise zu uns einen Brief seines Vaters Lionel an Northlake Senior. Erkennbar ist Cecil von all dem wenig angetan, allerdings erkennt er in Reginald auch ein wenig sich selbst, vor vier Jahren, als eine Reise nach Peru noch nach harmlosem Abenteuer klang. Bevor dieser von Kultisten durchsetzte Wahnsinn began ...
Fatima tritt kurz nach 8 ihren "Dienst" bei uns an, Cecil schlägt eine Tagestour in die Altstadt vor, um die Straße der Schakale aufzusuchen (wo man vielleicht Faraz Najjar einen Besuch abstatten könnte). Allerdings zeigt sich Fatima besorgt, da diese Straße selbst für die Verhältnisse in der Altstadt eher heißes Pflaster darstellt. Auf Najjar angesprochen erinnert sie sich vage, dass sein Laden vor Jahren abgebrannt sein soll.
Alternativ lässt sich Cecil von Eloisé eine Ansprechperson in der Egyption Gazette nennen (Nigel Wassif), damit wir dort im Archiv nach Artikeln über Penhew und die Ereignisse rund um die Ausgrabung nachlesen können.
Goltz fragt Fatima nach Penhew, die den Namen vage mit Ausgrabungen in Verbindung bringt. Sie hat auch von der Clive-Expediton gehört, bei der wohl vor rund drei Wochen was gefunden worden sein soll, aber Details kennt sie keine.
Reginald und Janet gehen zur Egyptian Gazette.
- Königin Nitokris, sechste Dynastie, offenbar eine fiese Frau, mysteriöse Figur.
- Clive-Expediton: Dr. Clive, seit drei Wochen in Memphis (NICHT Tennessee!) zugange. Hat einen Archäologen namens Van Heuvelen gefeuert.
- Lokale Sage von den Sandmenschen
- Zu Penhew: Bei der Carlyle-Expedition hätte nichts zusammen gepasst, die Ziele der Ausgrabung wurden stets geheim gehalten. Ms. Masters war viel zu nett für die Truppe und schein bei ihrer Abreise erkennbar Angst zu haben. Mit dabei war eine schwarze Afrikanerin, die eine böse Ausstrahlungskraft gehabt haben soll. Es gab auch Kontakt zu al-Shakti, den Nigel für einen Kotzbrocken hält.
Im Archiv der Gazette finden sie dann: - Ein Interview mit Masters über Technik der Fotografie.
- Ein Foto der Teilnehmenden der Carlyle-Expedition. "Turf-Club" steht auf dessen Rückseite (wissen wir warum?) #unklar
- Laut einem Artikel ist die Carlyle-Expedition abgereist, weil die anstehende Nil-Flut wichtige Ausgrabungsstätten blockiert hätte.
- Einen Artikel zum Feuer in der Altstadt, bei dem der Laden von Faraz Najjar abbrannte.
Goltz und Cecil gehen mit Fatima auf den Bazaar, ohne ortskundige Hilfe ist man hier komplett verloren. Wir besuchen einen kleinen Laden, vor dem Tagelöhner stehen, die auf Arbeit warten.
Fatima fragt für uns nach Leuten, die an der Clive-Expediton oder an der Carlyle-Expedition gearbeitet haben, worauf die versammelten Herren sehr abweisend reagieren. Wir bekommen aber heraus, dass bei der Clive-Expediton wohl eine Mumie (angeblich Königin Nitokris) gefunden wurde, die kurz darauf samt Sarkophag und Wächter verschwunden ist.
Im Laden reden wir mit dem Vermittler, der aber bei der Erwähnung des Namens Clive komplett abblockt. Da Goltz die Reisekasse verwaltet, liegt es jetzt an ihm, Zungen mittels Geld zu lockern. Bakschisch nennt man das wohl hier landläufig.
Wir erfahren, dass Clive jetzt in Memphis (bei Gizeh, NICHT in Tennessee!) gräbt.Goltz bekommt eine Liste mit Namen von Leuten, die zur Zeit an der Ausgrabung angestellt sind.
Zur Carlyle-Expedition:
Rund 10 bis 20 Arbeiter gingen mit nach Mombasa, wurden danach nie wieder gesehen.
Anschließend treffen wir uns alle wieder im Hotel, wo Goltz im Innengarten den älteren Herrn wieder sieht, der wieder in Unterlagen blättert. Goltz spricht ihn an, der Mann ist Archäologe und heißt Pembroke. Er kennt Van Heuvelen und dessen Problem mit Alkohol. Er glaubt nicht, dass Clive bei seiner Ausgrabung Nitokris gefunden hat, hält die Existenz dieser Königin für unbelegte Mythen. Für ihn ist es wahrscheinlich, dass dort nur eine Hohepriesterin gefunden wurde, die Nitokris anbetete. Für weitere Informationen zu Nitokris empfiehlt er, sich an Doktor Kafour zu wenden.
Auf Neris angesprochen, sagt dieser Name Fatima nichts. Bastet habe nur wenige Gläubige, es könne Tempel in der Altstadt geben.
Wir fahren noch am selben Tag zum Museum, wo man uns recht anstandslos zu Direktor Kafour führt. Das Museum wirkt teilweise eher wie ein großer Lagerraum für Kisten, und auf dem Weg zum Büro sehen wir immer mal Transportkisten mit dem Symbol der Penhew Foundation darauf.
Als wir Kafour auf den Schwarzen Pharao ansprechen, zückt er fluchs einen Revolver und zwingt uns, unsere Hälse offen zu zeigen. Immerhin scheint ihn das Ergebnis zu beruhigen. "Sie gehören nicht zu den Kultisten." Womit er ja recht hat. Und wie Gelehrte so sein können, verfällt er dann gleich in eine längliche Erklärung des historischen Hintergrundes.
Gegen Ende der dritten Dynastie kam Nephren-Ka nach Ägypten. Er konnte mächtige Magie wirken. Bald ließ er die Anbetung des Schwarzen Pharaos wieder aufleben. Im Laufe der Jahre verschwimmen Person und Mythos, so dass schwer zu sagen ist, wer Mensch war und wer Gott.
Im vierten Zeitalter wurde Nephren-Ka besiegt, sein Leichnam wurde in einer Pyramide bei Beilum beigesetzt. Später wurde er nach Dashur verbracht.
Die Bruderschaft des Schwarzen Pharaos trägt ein umgedrehtes Ankh als Tattoo, weswegen uns Kafour zur Offenlegung unserer Haut zwang.
Er erwähnt Azatoth, den Dämonensultan, Anführer, äußerer Gott.
Zur Carlyle-Expedition: Die hätte wohl ein Geheimnis gelüftet, dass mit dem Pharao zusammenhängt. Carlyle selbst hält Kafour für tot.
Früher hat er sich oft zu anregenden Gesprächen mit Sir Aubrey Penhew getroffen. Beim letzten Treffen im Rahmen der Carlyle-Expedition hat Penhew in allerdings rüde abgewiesen. Er wirkte dabei jünger als sonst, gesund, aber charakterlich zum Schlechten verändert.
Kafour hat Sandmenschen gesehen.
Er hatte Kontakt mit Jackson Elias, konnte ihm damals allerdings nicht alle seine Fragen beantworten, da er an dem Tag einen wichtigen Termin hatte. Seit der Carlyle-Expedition gab es viele weitere Expeditionen in Kairo und Umgebung, wobei durch Unfälle und Selbstmorde Dutzende Menschen ums Leben kamen.
Dann führt uns Kafour in ein unterirdisches Gewölbe, in dem keinerlei Elektronik zu finden ist. Die Wände sind mit Metall verkleidet, massive Türen überall, mit Zahlenschlössern gesichert. In jedem Raum sind zu der jeweiligen Sammlung handgeschriebene Listen der Stücke.
Wir sehen Texte in alten Sprachen. Kafour führt uns an einen Schrank, ein Meisterwerk früher Tresorbaukunst, der vorne Sicherheitsglas hat, dazu drei Zahlenschlösser, und fest im Boden verankert ist. Darin befindet sich ein Exemplar des Necronomicon.
Kafour hat darin gelesen. Wir dürfen es nur durch das Glas und aus Entfernung betrachten, um nicht unter seinen Einfluss zu geraten.
Dann zeigt er uns okkulte Funde. Zwei Bücher in einem weiteren Spezialschrank: der Kodex Damaskus, die Nobischen Schattenrollen.
Außerdem den Papyrus des Westens, der uns zwar in seinen Bann zieht, dabei aber nichts schlimmes verursacht. Reginald ahnt da vielleicht, dass Cecil nicht einfach auf normalen Expeditionen unterwegs ist.
Das "Hermetica Nyktarchon", ein altgriechischer Text, wie Reginald bestätigen kann, dessen Grammatik aber so gar nicht passt. Es beschreibt Sternentore, geometrisch unmögliche Linien. Jackson fragte wohl nach dem Buch, da er überzeugt war, dass die Nyktarchen (oder Maskenträger) mit dem Schwarzen Pharao zusammenhängen.
Kafour zeigt uns noch einen vollkommen glatten Ring aus Obsidian, auf dessen Innenseite eine Innschrift aus dem Hermetica zu sehen ist. Er fühlt sich deutlich schwerer an, als zu erwarten wäre, zudem verzerrt der Ring das Licht auf seltsame Weise. Mutig zieht sich Reginald den Ring an und wird zwischen die Welten gezogen, umgeben von Nyktarchen, die ihn anfassen. Wir sehen natürlich nur, wie Reginalds Blick glasig wird, und wie ihm Speichel aus dem Mundwinkel läuft.
Laut Kafour ist das Museum durch einen Zauber der Isis, den er selbst gewoben hat, bestens geschützt.
Der Name Neris sagt ihm nichts, es soll aber einen alten Tempel der Bastet in der Altstadt geben. Faraz Najjar kannte er auch nicht.
- Wo ist die Mumie (der Nitokris)?
- Was hat die Carlyle-Expedition in Dashur gemacht?