Fehlende Seiten aus MacWhirrs Tagebuch

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22. Juni 1917

Ich sitze in der Dunkelheit hinter dem Felskamm, etwa eine halbe Meile vom Hauptschaft entfernt. Meine Hände zittern so sehr, dass ich kaum die Feder führen kann. Ich habe den Tod gesehen, aber es war kein Tod, wie ihn die Natur vorgesehen hat. Einer der Arbeiter - ein kräftiger Bursche, der gerade Kisten am Schachtrand stapelte, hielt plötzlich inne. Die Luft um ihn schien zu flimmern, wie bei einer heißen Straße, aber es war eiskalt., Und dann dieses Geräusch ... ein hohles, bösartiges Pfeifen, wie Wind, der durch tausend Flöten aus Knochen fährt. Etwas kam aus dem Schacht. Ich konnte es nicht ganz sehen, es war eher eine Verschiebung der Luft. Ein amorpher Wirbel aus Tentaklen und halbdurchsichtigen Ausstülpungen, die sich ständig veränderten. Es gab kein Gesicht, nur pulsierende Masse, die das Licht verschluckte. Der Mann schrie nicht einmal. Er wurde einfach aufgesogen. Als hätte der Wind ihn selbst gepackt.

Das Ding hob ihn in die Luft und ich sah, wie sein Körper unter dem Druck unsichtbarer Glieder nachgab. Man hörte das Brechen seiner Knochen über die Distanz hinweg - ein trockenes Knacken, wie Unterholz im Feuer. Er wurde in das flimmernde Etwas hineingezogen, bis er eins mit dem Schatten wurde. Dann schoss eine Windboe aus dem Schacht, so starkt, dass sie mich fast von den Beinen riss, und das Wesen glitt zurück in die Tiefe.

Ich kann nicht bleiben. Dieses Pfeifen verfolgt mich bis in meine Träume. Wenn die Erde solche Dinge gebiert, dann ist Gott schon lange von hier fortgegangen.