Notizen Fledermauskult Australien Cowles
Erstens: Es gab einst unter den Ureinwohnern Australiens einen Fledermauskult. Er war auf dem gesamten Kontinent bekannt und der Gott des Kultes war bekannt als der Vater aller Fledermäuse. Die Anhänger glaubten daran, dass sie, wenn sie ihrem Gott Menschenopfer darbrächfen, würdig genug wären, dass der Vater aller Fledermäuse auch ihnen erschiene. Wenn man ihn dazu bewegen könnte, sich zu zeigen, würde sich der Gott alle Menschen untertan machen. Die Opfer mussten durch zwei Reihen von Anhängern laufen, die die Opfer mit Keulen schlugen, in welche die nadelspitzen Zähne von Fledermäusen eingearbeitet worden waren. Die Zähne waren mit einem schnell wirkenden Gift versehen, welches aus fermentiertem Fledermausmist gewonnen wurde. Die Opfer wurden anscheinend verrückt, bevor sie starben. Die Anführer des Kultes waren angeblich in der Lage, die Gestalt von Schlangen mit Fledermausflügeln anzunehmen, wodurch sie im ganzen Land Opfer rauben konnten. Cowles glaubt, dass dieser Kult vor hunderten von Jahren inaktıv wurde oder ausstarb. Die Tatsache, dass es den Kult einst gegeben haben soll, war der Grund, warum er sıch für Jackson Elias Bücher über moderne Kulte interessiert hat.
Zweitens: Ein Liederzyklus der Ureinwohner erwähnt einen Ort, an dem sich riesige Wesen versammelten, irgendwo im Westen Australiens. Die Lieder besagen, dass die Götter, die ganz anders waren als Menschen, große, schlafende Mauern errichteten und riesige Höhlen gruben. Doch die lebenden Winde bliesen die Götter hinunter, besiegten sıe und zerstörten ihr Lager. Als dies geschehen war, war der Weg frei für den Vater aller Fledermäuse, der ins Land kam und stark wurde.
Drittens: Ein Set aus vier überbelichteten Dias. Jedes zeigt einige schwitzende Männer, die neben riesigen Steinblöcken stehen, die zwar angeschlagen und erodiert sind, aber eindeutig einem architektonischen Zweck gedient haben. Einige scheinen mit schwachen Gravuren verziert zu sem. Überall sind Sandverwehungen. Obwohl er das Buch nicht mitgebracht hat, sagt Cowles, dass der Entdecker, ein gewisser Arthur MacWhirr aus Port Hedland in Australien, ein Tagebuch führte, in dem er mehrere Angrıffe auf die Gruppe durch Ureinwohner erwähnt. Einige der von MacWhirr verzeichneten Opfer starben offenbar durch hunderte kleine Einstiche, was an den früheren Federmauskult erinnert.
Viertens: Cowles erzählt eine Geschichte, die er in der Nähe des Arafurasees im Norden Australiens gehört hat. In der Geschichte hat die Sandfledermaus oder der Vater aller Fledermäuse, einen geistigen Wettstreit mit der Regenbogenschlange, dem Aborigine-Gott des Wassers und Beschützer des Lebens. Die Regenbogenschlange schafft es, die Sandfledermaus und ıhren Klan hereinzulegen und in den Tiefen des Wassers einzusperren, von wo aus die Sandfledermaus nur noch klagen, aber nicht zurückkehren kann, um den Menschen zu schaden.
